Ausbau der Dresdner Bahn
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Es gibt mal wieder Neuigkeiten zum Ausbau der Bahnstrecke Dresden-Berlin. Bereits am 3. November schrieb der Tagesspiegel, dass die Bahn erneut die Planungsunterlagen für den ersten Bauabschnitt zum Wiederaufbau der Dresdner Bahn in Berlin auslegt. Darin wird der Planungsstand für den Abschnitt zwischen dem S-Bahnhof Attilastraße und Schichauweg dargelegt. Trotzdem ist nicht damit zu rechnen, dass sich dort bald etwas tut, denn der Abschnitt durch Lichtenrade ist weiter stark umstritten. Die Bürgerinitiative Dresdner Bahn e.V. hat für den Fall des Beschlusses eines ebenerdigen Ausbaus bereits Klage angedroht.
Rollen werden dafür die Bagger wohl bald auf dem Abschnitt zwischen Weinböhla und Coswig. Projekttechnisch zwar der Ausbaustrecke Leipzig-Dresden zugeordnet soll hier laut Ausschreibung der Bahn der gesamte Abschnitt grundhaft saniert werden. Jetzt, da es konkret wird, regt sich bereits in Coswig heftiger Widerstand gegen diese Maßnahme, denn der begrünte Bahndamm soll abgetragen und wieder neu aufgebaut werden. Ab Fahrplanwechsel jedenfalls wird der Abschnitt zwischen Großenhain und Abzweig Radebeul-West für ein Jahr voll gesperrt, denn gleichzeitig erfolgt nördlich von Böhla die Einbindung der Verbindungskurve Weißig-Böhla. Die Züge werden dann über Priestewitz und Großenhain Cottbusser Bahnhof umgeleitet.
Wie es insgesamt mit der Strecke weitergehen soll, will die Bahn laut Sächsischer Zeitung nächste Woche in Dresden mitteilen.
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Immer noch da
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Still ist es hier geworden. Leider. Doch die letzten Wochen und Monate waren turbulent und durch zahlreiche Veränderungen gekennzeichnet. Seit Ende September ist mein Projekt in München zu Ende. Glücklicherweise wusste ich schon zwei Monate vorher, dass es enden wird und so konnte ich mich rechtzeitig um Alternativen bemühen.
Das Ende in München habe ich genutzt nochmal etwas gänzlich Neues zu starten. Seit Mitte Oktober bin ich jetzt Doktorand an der TU Berlin am Lehrstuhl "Security in Telecommunications". Dort werde ich dann coole Sachen mit Mikrokernen (L4) und Virtualisierung machen.
Natürlich kann ich euch auch zukünftig mit netten Bahngeschichten erfreuen - jetzt von der Bahnstrecke Berlin-Dresden. Hier wird noch so richtig gebummelt. Bei Verspätung allerdings kann der Zug auch schneller. Letzte Woche fuhr der EC 178 mit 15 Minuten Verspätung in Dresden ab und kam trotzdem pünktlich in Berlin an.
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Entspannung in Sicht?
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Glaubt man diesem Forumsbeitrag, so könnte sich ab April die Situation im ICE-Verkehr München-Berlin und Frankfurt-Dresden langsam entspannen. Grund ist die im März geplante Lieferung und Installation weiterer Ultraschallanlagen für die Untersuchung der ICE-T-Achsen. Damit können die Züge dann in kürzerer Zeit untersucht werden und es stehen wieder mehr Züge für die Umläufe zur Verfügung. Prinzipiell eine gute Nachricht, allerdings glaube ich das auch erst, wenn der Verkehr auf diesen Linien wieder zuverlässig läuft.
Neues gibt es auch vom Ausbau der Bahnstrecke zwischen Dresden-Neustadt und Coswig. In einer Pressemeldung gab die Bahn gestern bekannt, dass die Finanzierungsvereinbarung zwischen dem Land Sachsen und der Bahn zum Ausbau der Strecke unterzeichnet worden ist. So bekommen Fern- und S-Bahn je zwei eigene Gleise, die für 160km/h (Fernverkehr) bzw. 120km/h (S-Bahn) ausgebaut werden. Außerdem werden die Haltepunkte der Strecke erneuert und am Bischofsplatz in Dresden entsteht ein neuer S-Bahn-Halt.
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Die Bahn
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Das einzige was bei der Bahn funktioniert sind Signal- und Weichenstörungen. Und natürlich die jährliche Fahrpreiserhöhung.
Wäre es nicht Realität, dann könnte man darüber lachen. Seit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 fahren auf der ICE-Linie 28 (München-Berlin) zwar zweistündlich wieder ICEs, zur Hauptreiseezeit am Freitag und Wochenende aber nur in Einzeltraktion. Die Folge ist, dass man 20 Minuten vor Abfahrt in München am Freitag kaum noch einen Sitzplatz bekommt. Hinzu kommt das die ICE-T momentan nicht mit aktiver Neigetechnik fahren dürfen. Dadurch beträgt die Verspätung in Leipzig meist 10 bis 15 Minuten.
Was aber noch viel mehr nervt ist, dass auf der ICE-Linie 50 (Dresden-Frankfurt) der IC-Ersatzverkehr nur alle 2 Stunden bis Dresden durchgebunden wird. So habe ich beim Umsteigen in Leipzig z.Z. keinen Fernverkehrsanschluss und muss den Regional-Express nehmen. Der ist zwar pünktlich, braucht aber auch 40 Minuten mehr.
Und weiterer Spaß steht schon bevor: vom 1. August bis 14. September 2009 soll die Strecke zwischen Bamberg und Forchheim wegen Bauarbeiten komplett gesperrt werden. Die nächste Fahrzeitverlängerung ist programmiert.
Das sich demnächst etwas an der angespannten Situation bei den ICE-T-Linien ändert ist nicht abzusehen. Frühestens Ende März sollen die zusätzlichen von der Bahn bestellten Ultraschallgeräte geliefert werden, damit mehr Züge in kürzerer Zeit überprüft werden können. Ob dann die momentan in Reserve stehenden ICE-T auch wieder eingesetzt werden ist unklar. Zudem erwägt die Bahn jetzt doch einen Austausch der Achsen aller ICE-T. Wer sich noch an das Drama mit der BR 612 erinnert, der ahnt, dass es also noch Jahre dauern kann, bis der ICE-Verkehr im Osten Deutschlands wieder geregelt ablaufen wird.
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Geht doch!
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Ich habe schon fast nicht mehr daran geglaubt, aber die Bahn kann auch pünktlich sein. So geschehen gestern mit dem Ersatz-IC für ICE 1517. In Lichtenfels hatte er noch 20 Minuten Rückstand, die er bis Nürnberg auf 5 Minuten verkürzen konnte. In München war ich dann auf die Minute genau um 0:49 Uhr.
Wenn es also der IC auf der Strecke Leipzig-München schafft pünktlich unterwegs zu sein, wieso braucht die Bahn auf dieser Strecke dann die fehleranfälligen und von akutem Achsbruch betroffenen Neigetechnik-ICEs? Mal vom wesentlich höheren Komfort der ICEs abgesehen. Natürlich fahre ich lieber ICE, aber Züge ohne Neigetechnik sind auf der Strecke nur zwischen Saalfeld und Lichtenfels um knapp 10 Minuten langsamer unterwegs. Und wie man sieht lassen sich zumindest abends auch 20 Minuten Verspätung aufholen.
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Woran man merkt, ...
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... dass die Bahn zu oft und viel zu viel Verspätung hat? Wenn man seine 12-stellige Bahncard-Nummer zum Ausfüllen der Gutscheinkarte schon auswendig aufschreiben kann. Gerade beim Ausfüllen der dritten Gutscheinkarte diesen Monat gemerkt.
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Kein Glück
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Es scheint, als habe die Bahn momentan kein Glück mit ihren ICEs. Nachdem die Bahn am 25. Oktober ihre gesamte ICE-T-Flotte stilllegen musste, rammte gestern ein ICE im Hauptbahnhof München einen Prellbock. Schaden: ein sechsstelliger Eurobetrag.
Das Desaster mit den ICE-T trifft mich übrigens in voller Härte. Zwischen Dresden und Leipzig verkehren als D-Zug bezeichnete Doppelstock-Regionalzüge. Die sind natürlich super komfortabel. Zwischen Leipzig und München verkehren, wenn überhaupt, Ersatz-ICs. Das sind ehemalige Inter-Regio-Wagen, die weder Steckdosen haben noch druckertüchtigt sind. Besonders angenehm ist das auf dem Abschnitt Nürnberg-Ingolstadt mit seinen neun Tunneln. Da wird einem jedesmal das Trommelfell nach innen gestülpt.
Nicht zu vergessen die Verspätungen, die diese Züge sich auf der Strecke regelmäßig einfahren. Heute Nacht kam ich mit 50 Minuten Verspätung in München an. Da war die letzte U-Bahn natürlich weg und ich musste weitere 10 Minuten warten, bis ich am Service-Point einen Taxi-Gutschein bekam.
Angesichts der starken Komforteinschränkungen ist es nicht wirklich beruhigend, dass die Überprüfung der Züge noch bis Februar andauern soll. Ich bin jedenfalls mittelgradig genervt.
Zu den ganzen guten Nachrichten passt auch noch die folgende Information, die ich am Wochenende in der Zeitung gelesen habe. Mit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 setzt die Fahrzeit zwischen Dresden und Berlin eine neue, negative, Rekordmarke. So brauchen die Züge nochmals 6 Minuten mehr und damit mehr als 30 Minuten mehr als vor dem 2. Weltkrieg.
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Aufschlag für Fahrkartenkäufe am Schalter
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Am vergangenen Freitag gab die Deutsche Bahn bekannt, dass zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2008 die Fahrpreise um durchschnittlich 3,9 Prozent steigen werden. Daran, dass die Fahrpreise halbjährlich angehoben werden, hat man sich ja quasi schon gewöhnt. Neu ist jetzt allerdings, dass zukünftig beim Kauf einer für normalne Fernverkehrs-, Sparpreis- oder Auslandsfahrkarte am Schalter eine Gebühr von 2,50 Euro erhoben wird. Begründet wird diese Gebühr damit, dass sonst der Erhalt von ca. 400 Reisezentren nicht gesichert werden kann.
Ehrlich gesagt halte ich diese Gebühr für eine Frechheit, denn mir fallen spontan zwei Beispiele ein, bei denen die 2,50 Euro eine versteckte Preiserhöhung sind, da man als Kunde keine Alternative zum Kauf am Schalter hat.
- Bei Zugverspätungen von mehr als einer Stunde erstattet die Bahn 20 Prozent des Fahrpreises in Form eines Gutscheins, den man beim nächsten Fahrkartenkauf einlösen kann. Das funktioniert aber nur am Schalter, da man weder beim Kauf im Internet noch an den Automaten einen solchen Gutschein einlösen kann.
- Reservierungen für Nachtzüge ohne Fahrkarte, weil man z.B. eine Bahncard100 hat, lassen sich ebenfalls nicht im Internet oder am Automaten erwerben.
Wer schon mal einen Fahrkartenautomaten der Deutschen Bahn bedient hat, wird mir sicher auch zustimmen, dass die Benutzerführung alles andere als intuitiv ist. Besonders ältere Menschen stehen hier immer wieder vor größeren Problemen. Insgesamt wird diese Maßnahme wohl dazu führen, dass die Kundenzahlen in den Reisezentren weiter sinken werden und die Bahn damit in ein paar Jahren gute Argumente hat auch diese dicht zu machen.
Willkommen in der neuen, schönen Bahn-(Börsen-)Welt.
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Bahnfahren satt
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Einsam ist es in meinem Blog geworden. Dazu trägt nicht zu Letzt die wöchentliche Pendelei zwischen München und Dresden bei. Freitag Nachmittag von München nach Dresden. Sonntag Abend von Dresden nach München. Etwas mehr als 6 Stunden pro Richtung. Da kommt über das Jahr gesehen einiges an Fahrkarten zusammen und bei 48 Euro pro Karte (schon mit BahnCard50-Rabatt) kann man sich schnell ausrechnen, was da monatlich an Reisekosten zusammen kommt.
Deshalb habe ich jetzt eine BahnCard100. Quasi eine Bahn-Flatrate. Seit 1. August kann ich in (fast) jeden beliebigen Zug der DB (außer Nachtzüge und ICE-Sprinter) steigen und einfach drauf los fahren. Zusätzlich gilt die BahnCard100 in München und Dresden (und in allen Städten mit City-Gebiet) gleich noch als ÖPNV-Fahrkarte.
Das Ganze gibt es für 3500 Euro jährlich bzw. für die weniger Liquiden unter uns für 320 Euro monatlich. Eine BahnCard100 verhindert zwar auch keine Verspätungen, aber bequemer und spontaner kann man mit der Bahn nicht reisen.
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Scheinheiligkeit der GDL
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Also wenn mich ein Thema heute aufregt, dann ist es die Scheinheiligkeit der (noch?) Lokführergewerkschaft GDL. Wieso veranstalten die so einen Eiertanz? So sehr mich ein Streik bei der Bahn nervt und schon genervt hat, aber warum ist die GDL so zögerlich? Respekt oder Verständnis bei den Bahnkunden hat sie doch schon vor Monaten verloren. Warum wird jetzt also wieder bis Montag gewartet bevor man streikt? Wenn ich meine Interessen durchsetzen will, dann kann ich doch auch sofort streiken. Da muss ich nicht bis Montag warten. Oder hat die GDL kein Geld, um ihren Lokführern die Wochenendzuschläge zu zahlen? Wenn mich das Verhalten der Bahn auf gut Deutsch gesagt so sehr ankotzt, dann würde ich doch lieber heute als morgen mit dem Streik beginnen und nicht eine vermeintliche Drohkulisse eines unbegrenzten Arbeitsausstands auffahren, die spätestens jetzt keiner mehr ernst nimmt. Selbst die GDBA und Transnet stellen sich jetzt schon gegen die GDL und prangern deren mangelnde Kompromissfähigkeit an. Also liebe GDL, tut endlich was und streikt und zwar sofort oder lasst es sein und gebt euch mit dem zufrieden, was die Bahn euch angeboten hat. Aber bitte lasst endlich dieses Affentheater sein. Das kann man sich ja nicht mehr mit anschauen.
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Die Nacht zum Tag gemacht
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hat gestern der Zugbegleiter im ICE 1517 auf der Fahrt nach München. Nachdem der Zug Erlangen verlassen hatte, wurden die neuen Fahrgäste mit "Good afternoon ladies and gentlemen, welcom onboard the ICE to Munich via Nürnberg and Ingolstadt. We wish you a pleasant journey." begrüßt.
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Bahngeschichten II
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Wenn einer eine Reise tut, dann kann er was erleben. Dafür eignet sich die Deutsche Bahn immer wieder besonders gut. Zumindest haben sich ja die Streikwogen erstmal wieder etwas geglättet, so dass mein Wochenendpendeln wieder zuverlässig läuft. Interessant sind aber immer die kleinen Geschichten, die man so beim Bahnfahren erlebt.
Streikbedingte Verspätung ohne Streik
Offensichtlich von den deutschen Lokführern inspiriert, streikte letzte Woche das Bahnpersonal in Ungarn. Dadurch kam es, warum auch immer, zu Verspätungen auf der ICE-Linie Frankfurt (M) - Dresden. Weil es offensichtlich der letzte Zug für diesen Tag war, wurden kurz nach der Abfahrt in Leipzig die "Anschlussreisenden" in Riesa gebeten sich beim Fahrpersonal, welches jetzt durch den Zug gelaufen kommt, zu melden.
Ausfall der Neigetechnik
Auf der Strecke München-Leipzig sind ICEs mit Neigetechnik unterwegs, damit sie bei der Fahrt durch die engen Täler des Thüringer Waldes nicht ganz so arg kriechen müssen. Heute handelte sich der Zug etliche Minuten Verspätung ein, weil eben jene Neigetechnik ausfiel und sich der Zug nicht mehr so schwungvoll in die Kurven werfen konnte. Das Hin- und Hergeneige kann übrigens bei Dunkelheit und fehlenden Referenzpunkten außerhalb des Zuges durchaus zu leichten Schwindelgefühlen führen.
Kinderlandverschickung
Auch wenn die Bahn noch so sehr auf Kurs Richtung Aktiengesellschaft ist, im Grunde ist sie noch ein Staatsunternehmen. Das merkt man insbesondere an der sonntäglichen Reisewelle von Bundeswehrsoldaten. Man hat den Eindruck, das teilweise fast die Hälfte der Reisenden Uniformierte sind.
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Wut
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Inzwischen ist mein Verständnis dahin. Am Wochenende ist in Köln die MacLive Expo und pünktlich dazu ruft die Bahn einen Streik in allen Sparten aus. Das hat meiner Meinung nach nichts mehr mit den ursprünglichen, wenn auch utopischen, Zielen zu tun. Vielmehr ist es zum Egotrip zweier alter Herren verkommen, die beide nichts zu verlieren haben. Der eine fährt kurz vor seiner Pensionierung noch mal auf eine Kur, damit er in seinem Arbeitsleben wenigstens einmal zur Kur war und der andere wird wohl eh bald geschasst werden, da die Bahn-Privatisierung im Sande zu verlaufen droht. So ist es zu erklären, dass bereits zum 5. Mal innerhalb von 1 1/2 Monaten gestreikt wird. Da werde ich langsam ziemlich wütend. Macnotes hat auf der MacLive Expo einen eigenen Stand und ich will es mir keineswegs entgehen lassen, meine Redaktionskollegen dort endlich mal persönlich zu treffen. Also hoffe ich für die Mehdorns und Schells da draußen, dass am Freitag der ICE nach Köln fährt. Sonst werde ich nämlich ziemlich schlecht gelaunt sein ...
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Bahngeschichten
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Seit ich Wochenendheimfahrer bin, bin ich für meine Fahrten nach München und zurück auf die Bahn angewiesen. Obwohl erst ein Monat vergangen ist, gibt es schon einige Geschichten zu berichten.
Streik An den ersten drei Wochenenden haben jeweils die Lokführer gestreikt. Das war nur am ersten Wochenende ein Problem, da durch den sog. Notfallfahrplan auch Fernzüge beeinträchtigt waren. Ein Gericht in Chemnitz hatte den Streik im Fern- und Güterverkehr untersagt, so dass es an den folgenden Streiktagen für mich zu keinen Beeinträchtigungen kam.
Strom Eine sehr nette Einrichtung in den ICEs neuester Bauart sind Steckdosen an jedem Platz. So kann man unterwegs, immerhin dauert die Fahrt 5 1/2 Stunden, etwas arbeiten oder einen Film schauen. Was ich allerdings letzte Woche gesehen habe, war schon eine neue Qualität. Da packte jemand erstmal eine 5er-Steckdosenleiste aus, um dann Laptop, Handy und eine externe Festplatte daran anzuschließen.
Verspätungen Gestern hatte ich schon bei der Abfahrt aus Dresden 15 Minuten Verspätung, weil randalierende Dynamo-Fans am Hauptbahnhof über die Gleise gerannt sind. Das muss man sich mal überlegen: da gibt es ein riesiges Polizeiaufgebot für ein mikriges 5. Liga Spiel. Insgesamt stand die gestrige Rückfahrt unter keinem guten Stern. Zwischen Lichtenfels und Bamberg hatte sich ein Selbstmörder vor den ICE der eine Stunde früher fuhr geworfen. Bei normalerweise 160km/h an dieser Stelle blieb von ihm oder ihr nicht viel übrig, außer ein großes Lock vorn am ICE. So kam ich dann mit über 90 Minuten Verspätung in München an.
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Mein erstes Mal
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Eigentlich zähle ich mich zu den regelmäßigen Bahnfahrern. Deshalb besitze ich auch eine Bahncard 50, die mir das Reisen zum halben Preis erlaubt. Soweit, so gut. Haben sich die Preise in den letzten Jahren zwar deutlich nach oben bewegt, so kam man doch bisher für 12-13€ von Dresden nach Königs Wusterhausen. Etwa 3 Stunden Reisezeit waren nicht rekordverdächtig, jedoch hatte man so Zeit z.B. ein Buch zu lesen.
Seit der letzten Fahrplanänderung und "Fahrpreisanpassung" im Dezember 2006 ist die Situation jedoch unerträglich geworden: die Verbindung mit Regionalzügen kostet fast 15€ und man ist fast 4 Stunden unterwegs. Die Intercity-Verbindung über Berlin (19€, 2h 45min) ist zwar schneller, aber auch nochmal deutlich teurer. Deshalb bin ich jetzt zum ersten Mal in meinem Leben über die Mitfahrzentrale nach Königs Wusterhausen und zurück gefahren, für insgesamt 19€. Aber nicht nur der Preis ist deutlich niedriger, sondern auch die Zeit, die man benötigt. Selbst bei gemütlicher Fahrweise fährt man eine Strecke unter 2 Stunden. Das werde ich jetzt wohl öfters so machen, denn beide Touren waren sehr angenehm und vor allen Dingen schnell und günstig.
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